Tapes from Africa

Syndicate content Weddingweiser
Die schönen Seiten von Berlin-Wedding
Updated: 8 hours 19 min ago

Mehr Platz für die Jugend, mehr Platz für das Brunnenviertel

18 hours 50 min ago

Das alte Jugendzentrum wird abgerissen.

Für viele Brunnenviertler geht mit dem Neubau des Olof-Palme-Zentrums ein Wunsch in Erfüllung. Nach der Grundsteinlegung geht der Neubau des Gebäudes in der Demminer Straße gut voran. Im Herbst soll Richtfest gefeiert werden.

Die Kinder haben sich ein Schwimmbad im Keller gewünscht. Und eine Rutsche vom zweiten Stock in den Garten. Weder für das eine noch für das andere konnte Sabine Smentek, Jugendstadträtin in Mitte, bei der Grundsteinlegung den Startschuss geben. Das neue Olof-Palme-Zentrum in der Demminer Straße im Brunnenviertel wird ohne Rutsche auskommen müssen, ohne Schwimmbad und ganz ohne Keller. Dennoch gab es bei der Zeremonie nur frohe Gesichter. Kinder und Erwachsene freuen sich auf das Zentrum und die vielen Möglichkeiten, die es dem Kiez ab Herbst 2015 eröffnen soll.

Seit vielen Jahren fehlt es im Brunnenviertel an Platz für Projekte. Ganz besonders schmerzlich vermissen die Initiativen und Vereine einen großen Saal für ganz verschiedene Nutzungen: für Sport, für die Jugend, für Kultur, für Senioren und für Nachbarschaft. Was die Stadträtin bei der Grundsteinlegung sagte, wird im Brunnenviertel deshalb besonders gern gehört: „Das wird keine stinknormale Freizeiteinrichtung. Der Schwerpunkt wird auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegen, aber hier soll noch ganz viel mehr für den Kiez passieren.

Grundsteinlegung mit Jugendstadträtin Sabine Smentek (weißer Helm).

Multifunktionale Räume und ein großer Saal mit 260 Quadratmetern

Konkret bedeuten diese Worte, dass in Regie des Jugendamtes mit insgesamt 2,55 Millionen Euro ein zweistöckiges Gebäude mit 740 Quadratmetern errichtet wird. 2,2, Millionen Euro stammen aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“, der Rest sind Eigenmittel des Bezirks Mitte. „Der Grundgedanke ist, dass die meisten Räume multifunktional angelegt sein sollen“, erklärt Marcus Lehmann vom Jugendamt. Seminare sollen dort möglich sein, Sport und Bewegung sollen Raum bekommen, aber auch klassische Freizeitangebote wie basteln sind eingeplant.

„In einem Raum wird es eine Spiegelwand für Theater- und Tanzprojekte geben“, sagt Marcus Lehmann. Eine kleine Lehrküche wird integriert, ein Cafébereich als zentraler Ort des Austauschs dienen. Auch der große Wunsch der Brunnenviertler soll sich erfüllen. Im Olof-Palme-Zentrum entsteht ein großer Saal mit 260 Quadratmetern, der in drei Räume unterteilbar ist und der komplett bestuhlt 199 Menschen Platz bietet.

Noch in diesem Jahr soll ein Träger für das neue Haus gesucht werden

Stand der Dinge: Der Neubau Ende August 2014.

Die bisher feststehenden Gegebenheiten im Gebäude hat das Jugendamt nicht vom Schreibtisch aus geplant. Zusammen mit dem Quartiersmanagement Brunnenstraße wurden eine Zukunftswerkstatt und Workshops mit Schulen, Kitas und Projektträgern im Kiez durchgeführt. So sollten auch ganz viele Kinderwünsche ihren Weg in die Planungen finden. Auf die genaue inhaltliche Ausgestaltung des neuen Hauses, das an der Stelle des alten Olof Palme-Jugendzentrums entsteht, wird auch der künftige Träger Einfluss haben. Er soll noch in diesem Jahr gesucht werden. „Wir wollen einen Jugendhilfeträger finden, der es sich auf die Fahnen schreibt, ganz viel Kooperation zu organisieren. Der Kiez soll stark integriert werden“, sagt Marcus Lehmann. Zwei bis drei Personalstellen werde das Jugendamt im neuen Haus finanzieren.

Das alte Olof-Palme-Jugendzentrum war vor gut 20 Jahren gebaut worden. Der Neubau ist aufgrund von Baumängeln nötig geworden. „Das alte Haus war von Anfang an bautechnisch fehlgeplant. Es war nie dicht, es gab Schimmel und es war von der Aufteilung her ungünstig. Eine Sanierung wäre erheblich teurer geworden als der Neubau“, sagt Marcus Lehmann. Im Januar 2012 war das Jugendzentrum vorübergehend an den Ausweichstandort in der Swinemünder Straße 80 gezogen. Ob es dort mit dem Auszug der Hugo-Heimann-Bibliothek Ende dieses Jahres bis zur Fertigstellung des neuen Hauses schließen muss, sei noch nicht geklärt, so Lehmann. Im Herbst soll jedenfalls am alten, neuen Standort in der Demminer Straße das Richtfest stattfinden, für kommenden Jahr Herbst steht die Eröffnung des Olof-Palme-Zentrums ganz dick im Terminkalender der Kiezinitiativen.

Text und Fotos: Dominique Hensel


Categories: Music, World

Meditation im buddhistischen Tempel in der Ackerstraße

Sat, 2014-08-30 06:00

Der buddhistische Tempel in der Ackerstraße.

Am 6. September findet wieder die Lange Nacht der Religionen statt. Viele Moscheen, Kirchen, Synagogen, Tempel und Gemeindehäuser in Wedding und Gesundbrunnen öffnen ihre Türen für Gäste. Auch der buddhistische Fo-Guang-Shan Tempel im Brunnenviertel ist von 18 und 23.30 Uhr geöffnet. Es gibt Tempelführungen, Teezeremonien und Meditation mit Anleitung in deutscher Sprache. Weddingweiser-Redakteurin Dominique Hensel hat sich schon mal im Tempel umgesehen und eine Gehmeditation ausprobiert.

Mein Leben ist schnell. Wie viele moderne Menschen renne ich durch den Tag, vorbei an vielen Terminen und Aufgaben, die es zu erledigen gilt. Zwischen Familie, Haushalt, Einkaufen und Job checke ich die E-Mails, höre die Nachrichten im Radio und beantworte die Kurznachrichten auf dem Mobiltelefon, mache mir Gedanken über dies und jenes. Hier und da und hin und her. Ich muss viel schaffen und beeile mich, damit alles klappt. Neulich habe ich abends noch einen Termin drangehängt: Meditation im buddhistischen Tempel in der Ackerstraße. Nach einem langen und schnellen Tag landete ich aus Neugier mitten in einer Welt der Laaaaaaangsaaaaamkeit, mitten in einer ungewohnt stillen und reizarmen Umgebung.

Ich habe schon lange nicht mehr gemerkt, dass ich den ganzen Tag renne. Bis zu dem Moment, als ich aufgefordert wurde, langsam zu gehen. Denn die Meditation im Fo-Guang-Shan Tempel begann mit einer Gehmeditation. Ich sollte mit geschlossenen Augen – oder zumindest mit gesenktem Blick – einmal den Raum umrunden. Ziel ist es, an nichts zu denken und still, langsam und bedächtig einen Fuß vor den anderen zu setzen.

Mit Schneckengeschwindigkeit geht es voran

Das klang einfach, war aber schwerer als gedacht.Während ich wegen der Schneckengeschwindigkeit beim Laufen ins Kippeln kam, musste ich ständig auf meinen Vordermann achten, der sich Millimeter für Millimeter vorwärts schob und als natürliche Geschwindigkeitsbremse diente. Wir waren so langsam, dass meine Gedanken nur so sprudelten, denn wann habe ich schon so viel ungestörte Zeit zum Denken? Doch ich durfte ja gar nicht denken! Und ich durfte die Schnecke vor mir nicht schubsen, damit sie schneller kroch, obwohl es mir so schwer fiel, den Impuls zu unterdrücken. Eine halbe Stunde musste ich mich immer wieder selbst zur Ruhe ermahnen, denn so lange brauchten wir, den nicht sehr großen Raum zu umrunden.

Habe ich das Handy ausgeschaltet? Hoffentlich klingelt es jetzt nicht! Werde ich über meinen Meditationsversuch einen Text schreiben, vielleicht für den Weddingweiser? Schade, dass ich den Fotoapparat nicht mitgenommen habe. Ob die Kinder schon schlafen? Es ist schon spät. Stopp, stopp, stopp! Ich soll das nicht denken. Ich soll mich jetzt hinsetzen, die Beine verschränken, die Hände falten, die Augen schließen und atmen. Ein und aus, ein und aus. Die Gedanken sollen schweigen.

Am Ende klappt es doch: Entspannung

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die modernen Menschen zu viel Einatmen und deshalb keinen Platz für neue Luft in den Lungen haben. Deshalb soll man sich aufs Ausatmen konzentrieren, das Einatmen ginge dann leichter. Ob das stimmt? Ich werde es ausprobieren. Oh man, schon wieder denke ich. Es heißt: Ich denke, also bin ich. Wenn ich jetzt nicht denke, bin ich dann etwa nicht? Die Gedanken wollen mich nicht loslassen.

Ich strenge mich an so sehr ich kann. Irgendwann kurz vor Ende der Meditationszeit schaffe ich es. Ich denke nicht und ich tue genau eine Sache: ich atme. Aus und ein, aus und ein. Aus und ein, aus und ein. Aus und ein, aus und ein. Ich nehme eine eigenartige Entspannung mit aus dem Tempel und nehme mir vor, wenigstens ab und zu einmal nichts zu denken und langsamer zu gehen.

Mehr zur Langen Nacht der Religionen unter www.lndr.de.

Text und Foto: Dominique Hensel


Categories: Music, World

Togo bald keine “Kolonie” mehr

Fri, 2014-08-29 06:45

Berlin kann von sich behaupten, 925 Kleingartenanlagen mit mehr als 73.000 Parzellen¹ zu besitzen. Wenn eine Kleingartenkolonie Geburtstag feiert, ist das nichts Besonderes. Doch wenn der “Dauerkleingartenverein Togo” sein 75 . Jubiläum feiert, ist das für den Bezirksbürgermeister Christian Hanke ein Grund, den Kleingärtnern einen Besuch abzustatten. Wenn auch nicht der Hauptgrund…

Die Kleingartenanlage wurde offiziell 1939 gegründet, schreibt die “Berliner Woche ²”, doch ihre Wurzeln reichen noch einige Jahrzehnte weiter zurück. Sie entstand bereits um die Jahrhundertwende und etablierte sich in den 1920er Jahren unter dem Namen “Zur fröhlichen Rehberge”. Seit dem Gründungsjahr trug sie dann den Namen “Dauerkleingartenkolonie Togo”, heute firmiert sie unter dem Namen “Dauerkleingartenverein“.

An den vier Eingängen zur 66.000 Quadratmeter großen Anlage, wo zwei öffentlich zugängliche Wege beginnen, weisen unübersehbare Tafeln auf die “Dauerkolonie Togo e.V.” hin. Für viele Afrikanerinnen und Afrikaner, die in den letzten Jahren in den Wedding gezogen sind, aber auch für postkoloniale Initiativen, stellen diese Schilder einen regelrechten Affront dar. Wie fast alle Straßennamen im Afrikanischen Viertel stammt dieser Namensbezug zum westafrikanischen Land Togo aus der Kaiserzeit. Das 56.000 Quadratkilometer große Land war von 1884 bis 1916 eine deutsche Kolonie.

Zwar haben die Kleingärtner immer beteuert, dass der Name ihrer Anlage kein Bekenntnis zum deutschen Kolonialismus sei, sondern sich auf die nahe Togostraße bezieht. Doch die Schilder blieben trotzdem jahrzehntelang stehen. Man könnte sie auch als Symbol für eine nur zögerlich aufgearbeitete Kolonialgeschichte Deutschlands verstehen. Mit der Info-Stele an der Otawi-/Ecke Müllerstraße wurde 2012 ein erster Schritt für den kritischen Umgang mit dem kolonialen Erbe getan. Nun haben vier Politiker der SPD, neben dem Bezirksbürgermeister auch Eva Högl, die Abgeordnete Bruni Wildenhein-Lauterbach, und die Fraktionsvorsitzende der SPD-Bezirksfraktion Martina Matischok, die Kosten für die Entfernung und die Aufstellung neuer Tafeln übernommen. Damit findet hoffentlich ein langjähriger Streit ein Ende – was beim Kleingärtnerfest am Samstag, den 30. August von 15 bis 22 Uhr gefeiert werden soll.

¹ http://www.gartenfreunde-berlin.de/de/landesverband/geschichte 2 http://www.berliner-woche.de/nachrichten/bezirk-mitte/wedding/artikel/48907-kleingartenanlage-an-der-togostrasse-wird-nach-jahrelangem-streit-umbenannt/
Categories: Music, World

Die Kolumne: Hoffnung für die Gleim-Oase

Fri, 2014-08-29 05:13
Jetzt ist der Denkmalschutz gefordert

Dunja und Holger an ihrem Wunschbaum. Was sie selbst sich wünschen, ist klar: Gleim-Oase soll bleiben!

Weil das neue Wohngebiet im nördlichen Teil des Mauerparks angeblich nur von der Wedding-Seite her erschlossen werden kann, sollen ein Teil der Stützwand des Gleimtunnels und die Gleim-Oase genannte Mittelinsel einer neuen Zufahrtsstraße weichen. Das Bezirksamt bastelt an entsprechenden Bebauungsplänen. Doch die könnten sich bald erledigt haben. Wie sich nämlich jetzt herausgestellt hat, handelt es sich bei der Mittelinsel um eine 1983 von der Degewo in Auftrag gegebene gartenkünstlerische Arbeit. Mit der Architekt Bernd Vogel und das renommierte Künstler-Ehepaar Carlini sehr wohl auch Bezug zur nahen Grenze zu Ostberlin genommen haben. Einer von vielen Gründen, einen Antrag auf Unterschutzstellung nach dem Landesdenkmalschutzgesetz zu stellen. Das ist inzwischen geschehen. Die Hoffnung auf Erhalt der Gleimoase wächst.


Categories: Music, World

Wissensbörse im Brunnenviertel: Von Nachbarn lernen

Thu, 2014-08-28 07:00

Nachbarschaftstreff im Brunnenviertel: Das Freizeiteck im Brunnenviertel.

Wer kann türkisch kochen, Comics zeichnen, Religion erklären und schwedisch oder arabisch sprechen? Die Nachbarn können es! Im Rahmen der Wissensbörse Brunnenviertel teilen die Menschen von nebenan ihr Wissen mit jedem, der sich interessiert. Im September startet die Reihe von Veranstaltungen. Am 1. September beginnt das Programm. Sechs Wochen lang gibt es die Möglichkeit Kochkünste, Handwerk, Sprachen und vieles mehr kennen zu lernen.

Beim ersten Termin am 1. September lädt Zahide Basar von 17 bis 19 Uhr in die Ramlerstraße 20 ein. „Miteinander Kochen: Türkische Küche für alle“ ist der Abend überschrieben. Viele weitere Angebote folgen, wobei jeder das einbringt, was er gut kann. Ein Lehrer bietet Berufsberatung für Eltern an, eine schwedische Nachbarin gibt einen Schwedisch-Schnupperkurs, es gibt einen Schönheitstag mit Beratung für Frauen sowie einen Themenabend, bei dem man erfahren kann, was es mit dem Opferfest auf sich hat. Handarbeit ist im Programm, ein Arabisch-Schnupperkurs, eine Elektrowerkstatt und zwei Abende zum Thema „Gesunder Haushalt /Finanzen“.

Die meisten Veranstaltungen finden im Freizeiteck in der Graunstraße (neben der Tortenwerkstatt) statt, alle sind kostenlos. Veranstalter sind die gemeinnützige Organisationsberatung socius und das Bürgernetzwerk „bv kompakt“. Die Wissensbörse Brunnenviertel ist Teil des Projektes „Strategien und Schritte zur Verankerung von Projekten und zur Sicherung tragfähiger Strukturen im Brunnenviertel“. Das Projekt wird mit Mitteln aus dem Programm „Soziale Stadt“ finanziert.

Die Wissensbörsen haben in Schweden ihren Ursprung. Es handelt sich dabei um informelle Kleingruppen von drei bis 15 Personen, die sich zum Lernen und Austauschen treffen. Hier können die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihr Können und Wissen nachbarschaftlich teilen und selber Neues von Anderen dazulernen. In Schweden gibt es unzählige Wissensbörsen, die inzwischen staatlich anerkannt und eine dezentrale Alternative zu Volkshochschulkursen sind.

Wissensbörse Brunnenviertel im September und Oktober 2014: Programm Wissensbörse (PDF)

Text / Foto: Dominique Hensel


Categories: Music, World

“Die Reisweinbar”: Easy Lesening im Humboldthain Club…

Wed, 2014-08-27 06:28

Thomas Korn & Blanko Fiktschen bringen seit Anfang 2012 mit ihrem Format DIE REISWEINBAR – Easy Lesening lebendige Kurz-Literatur und Sprachspiel auf die Bühne – und zwar fernab von Slam-Gewinn-System oder spröder Mineralwasser-Lesung. Jede Sitzung enthält neue, erzählte Erheiterungen aus der eigenen Feder. Ob Affenanwalt, Obst-Epos oder einer fiktiven Geschichte des Spankings – alles ist möglich in der Reisweinbar.

Außerdem winkt das berüchtigte Angelquiz mit wertvollen Sachpreisen. Beide Autoren fanden jeweils durch die Musik zum geschriebenen Wort: Korn als Sänger der Prenzlberger Deutschrocker DRY MENTION, Fiktschen als Stimme der Post-NDW-Banger von Die Gefundenen Fressen. Fiktschen hielt mit dem Projekt Dichter & Dichter vs. Borderlines von 2010 bis 2013 bereits eine regelmäßige Club-Lesung im Salon zur Wilden Renate. DIE REISWEINBAR ist eine Veranstaltung, die Leute zum Lachen und zusammen bringt – so wie jede Bar irgendwie. Mit eben diesem Motiv starteten Korn & Fiktschen 2012 als Kneipenlesung im Milinski im Berliner Prenzlauer Berg. Seit Sommer 2013 sitzt das EASY LESENING-Duo auf dem Mainfloor des Humboldthain Clubs in Berlin-Wedding. Die Reisweinbar tagt jeden ersten Donnerstag im Monat mit stets neuen Texten, Angelquiz und spannenden Gästen aus dem Kulturbetrieb. Zu diesen zählten bislang unter anderem OL-Cartoon oder Leo Fischer vom Titanic Magazin.

Wer steckt dahinter?

Thomas Korn wurde 1981 in Berlin-Ost geboren. Er betätigte sich seit frühester Kindheit gestalterisch-kreativ und begann ab dem 15. Lebensjahr in verschiedenen Bands und Musikprojekten Gitarre zu spielen zu singen und zu texten. Seit 2006 ist er Frontmann der Gruppe Dry Mention, die in vielen bekannten Berliner Klubs zahlreiche Konzerte gespielt hat. Nach Abitur und Zivildienst begann er 2006 ein Studium der freien Kunst/ Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Er nahm an zahlrechen studentischen und freien Ausstellungsprojekten teil, veröffentlichte in einschlägigen Zeitschriften und Publikationen und führte nebenher seine Arbeit an Text und Musik ungebrochen fort. Er absolvierte während des Studiums mehrere Auslandsaufenthalte, unter anderem in Italien und China, wo er auch produzierte und ausstellte. Im Sommer 2012 erwarb er sein Diplom und wurde im Jahr darauf Meisterschüler bei Prof. Else Gabriel. Auf verschiedenen Lesebühnen und Festivals trug und trägt er seine Texte vor. Neben regelmäßigen Ausstellungen seiner bildnerischen Arbeiten ist für Anfang 2014 das Erscheinen des dritten Dry Mention-Albums geplant. Blanko Fiktschen wurde 1981 in Berlin-West geboren. Er hat einen universitären Abschluss in romanischer und amerikanischer Linguistik und findet es besonders erforschenswert, wie Emotionalität in Sprache kodiert wird. Ihn interessieren soziale Kommunikation, digitale und klassische Medien und Musik. Er ist Mitbegründer des musikalischen Projekts Die Gefundenen Fressen, bei dem er Stimme und Text einbringt. Neben zahlreichen Live-Auftritten gewann dieses den Emergenza-Contest 2008 in Berlin und veröffentlichte 3 Studio-Alben. Sein künstlerisches Interesse galt stets Sprachen und Ausdrucksformen in Kombination mit sozialen Kontexten. So leitete er Beatbox-Workshops und begann im Jahr 2010 mit der regelmäßigen Lesereihe DICHTER & DICHTER vs. Borderlines im Salon zur Wilden Renate in Berlin (neben diversen Autoren großer Tageszeitungen u. a. zu Gast: Titanic Magazin, Christiane Rösinger). Er bestritt Auftritte als Gastautor beim Berlin Festival 2012&2013, den Surfpoeten und beim Katersalon im Katerholzig. Mit dem Projekt die “Die Guten Abendschule” verbindet er seit 2013 Perfromance, Literatur und Spielshow zu einer fingierten Unterrichtsstunde. Er liebt es, mit Sprache zu spielen und findet, man soll sie nicht verhauen, sondern verschlagen können. Momentan ist er als selbstständiger Werbetexter und Online-Redakteur tätig.

Nächste Lesung

Nach einem wüsten Sommer voller Festivals und Fischbrötchen kehrt die Reisweinbar zum Easy Lesening auf ihren Stammplatz im Humboldthain Club zurück. In Sitzung 17 gibt es frische Unterhaltungsliteratur und frischen Fisch beim Angelquiz. Zu Gast bei dieser Ausgabe ist Autor, Cartoon-Produzent und Philosoph Willy Kramer.

Autor: Felix Bellermann

Mehr Infos im Blog der Reisweinbar

Nächster Termin: 4. September, jeden ersten Donnerstag im Monat, 21.00 Uhr, Eintritt 5 Euro

HUMBOLDTHAIN Club

Hochstr. 46, Gesundbrunnen


Categories: Music, World

“Die Reisweinbar”: Easy Lesening im Humboldthain Club…

Wed, 2014-08-27 06:28

Thomas Korn & Blanko Fiktschen bringen seit Anfang 2012 mit ihrem Format DIE REISWEINBAR – Easy Lesening lebendige Kurz-Literatur und Sprachspiel auf die Bühne – und zwar fernab von Slam-Gewinn-System oder spröder Mineralwasser-Lesung. Jede Sitzung enthält neue, erzählte Erheiterungen aus der eigenen Feder. Ob Affenanwalt, Obst-Epos oder einer fiktiven Geschichte des Spankings – alles ist möglich in der Reisweinbar.

Außerdem winkt das berüchtigte Angelquiz mit wertvollen Sachpreisen. Beide Autoren fanden jeweils durch die Musik zum geschriebenen Wort: Korn als Sänger der Prenzlberger Deutschrocker DRY MENTION, Fiktschen als Stimme der Post-NDW-Banger von Die Gefundenen Fressen. Fiktschen hielt mit dem Projekt Dichter & Dichter vs. Borderlines von 2010 bis 2013 bereits eine regelmäßige Club-Lesung im Salon zur Wilden Renate. DIE REISWEINBAR ist eine Veranstaltung, die Leute zum Lachen und zusammen bringt – so wie jede Bar irgendwie. Mit eben diesem Motiv starteten Korn & Fiktschen 2012 als Kneipenlesung im Milinski im Berliner Prenzlauer Berg. Seit Sommer 2013 sitzt das EASY LESENING-Duo auf dem Mainfloor des Humboldthain Clubs in Berlin-Wedding. Die Reisweinbar tagt jeden ersten Donnerstag im Monat mit stets neuen Texten, Angelquiz und spannenden Gästen aus dem Kulturbetrieb. Zu diesen zählten bislang unter anderem OL-Cartoon oder Leo Fischer vom Titanic Magazin.

Wer steckt dahinter?

Thomas Korn wurde 1981 in Berlin-Ost geboren. Er betätigte sich seit frühester Kindheit gestalterisch-kreativ und begann ab dem 15. Lebensjahr in verschiedenen Bands und Musikprojekten Gitarre zu spielen zu singen und zu texten. Seit 2006 ist er Frontmann der Gruppe Dry Mention, die in vielen bekannten Berliner Klubs zahlreiche Konzerte gespielt hat. Nach Abitur und Zivildienst begann er 2006 ein Studium der freien Kunst/ Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Er nahm an zahlrechen studentischen und freien Ausstellungsprojekten teil, veröffentlichte in einschlägigen Zeitschriften und Publikationen und führte nebenher seine Arbeit an Text und Musik ungebrochen fort. Er absolvierte während des Studiums mehrere Auslandsaufenthalte, unter anderem in Italien und China, wo er auch produzierte und ausstellte. Im Sommer 2012 erwarb er sein Diplom und wurde im Jahr darauf Meisterschüler bei Prof. Else Gabriel. Auf verschiedenen Lesebühnen und Festivals trug und trägt er seine Texte vor. Neben regelmäßigen Ausstellungen seiner bildnerischen Arbeiten ist für Anfang 2014 das Erscheinen des dritten Dry Mention-Albums geplant. Blanko Fiktschen wurde 1981 in Berlin-West geboren. Er hat einen universitären Abschluss in romanischer und amerikanischer Linguistik und findet es besonders erforschenswert, wie Emotionalität in Sprache kodiert wird. Ihn interessieren soziale Kommunikation, digitale und klassische Medien und Musik. Er ist Mitbegründer des musikalischen Projekts Die Gefundenen Fressen, bei dem er Stimme und Text einbringt. Neben zahlreichen Live-Auftritten gewann dieses den Emergenza-Contest 2008 in Berlin und veröffentlichte 3 Studio-Alben. Sein künstlerisches Interesse galt stets Sprachen und Ausdrucksformen in Kombination mit sozialen Kontexten. So leitete er Beatbox-Workshops und begann im Jahr 2010 mit der regelmäßigen Lesereihe DICHTER & DICHTER vs. Borderlines im Salon zur Wilden Renate in Berlin (neben diversen Autoren großer Tageszeitungen u. a. zu Gast: Titanic Magazin, Christiane Rösinger). Er bestritt Auftritte als Gastautor beim Berlin Festival 2012&2013, den Surfpoeten und beim Katersalon im Katerholzig. Mit dem Projekt die “Die Guten Abendschule” verbindet er seit 2013 Perfromance, Literatur und Spielshow zu einer fingierten Unterrichtsstunde. Er liebt es, mit Sprache zu spielen und findet, man soll sie nicht verhauen, sondern verschlagen können. Momentan ist er als selbstständiger Werbetexter und Online-Redakteur tätig.

Nächste Lesung

Nach einem wüsten Sommer voller Festivals und Fischbrötchen kehrt die Reisweinbar zum Easy Lesening auf ihren Stammplatz im Humboldthain Club zurück. In Sitzung 17 gibt es frische Unterhaltungsliteratur und frischen Fisch beim Angelquiz. Zu Gast bei dieser Ausgabe ist Autor, Cartoon-Produzent und Philosoph Willy Kramer.

Autor: Felix Bellermann

Mehr Infos im Blog der Reisweinbar

Nächster Termin: 4. September, jeden ersten Donnerstag im Monat, 21.00 Uhr, Eintritt 5 Euro

HUMBOLDTHAIN Club

Hochstr. 46, Gesundbrunnen


Categories: Music, World

“Die Reisweinbar”: Easy Lesening im Humboldthain Club…

Wed, 2014-08-27 06:28

Thomas Korn & Blanko Fiktschen bringen seit Anfang 2012 mit ihrem Format DIE REISWEINBAR – Easy Lesening lebendige Kurz-Literatur und Sprachspiel auf die Bühne – und zwar fernab von Slam-Gewinn-System oder spröder Mineralwasser-Lesung. Jede Sitzung enthält neue, erzählte Erheiterungen aus der eigenen Feder. Ob Affenanwalt, Obst-Epos oder einer fiktiven Geschichte des Spankings – alles ist möglich in der Reisweinbar.

Außerdem winkt das berüchtigte Angelquiz mit wertvollen Sachpreisen. Beide Autoren fanden jeweils durch die Musik zum geschriebenen Wort: Korn als Sänger der Prenzlberger Deutschrocker DRY MENTION, Fiktschen als Stimme der Post-NDW-Banger von Die Gefundenen Fressen. Fiktschen hielt mit dem Projekt Dichter & Dichter vs. Borderlines von 2010 bis 2013 bereits eine regelmäßige Club-Lesung im Salon zur Wilden Renate. DIE REISWEINBAR ist eine Veranstaltung, die Leute zum Lachen und zusammen bringt – so wie jede Bar irgendwie. Mit eben diesem Motiv starteten Korn & Fiktschen 2012 als Kneipenlesung im Milinski im Berliner Prenzlauer Berg. Seit Sommer 2013 sitzt das EASY LESENING-Duo auf dem Mainfloor des Humboldthain Clubs in Berlin-Wedding. Die Reisweinbar tagt jeden ersten Donnerstag im Monat mit stets neuen Texten, Angelquiz und spannenden Gästen aus dem Kulturbetrieb. Zu diesen zählten bislang unter anderem OL-Cartoon oder Leo Fischer vom Titanic Magazin.

Wer steckt dahinter?

Thomas Korn wurde 1981 in Berlin-Ost geboren. Er betätigte sich seit frühester Kindheit gestalterisch-kreativ und begann ab dem 15. Lebensjahr in verschiedenen Bands und Musikprojekten Gitarre zu spielen zu singen und zu texten. Seit 2006 ist er Frontmann der Gruppe Dry Mention, die in vielen bekannten Berliner Klubs zahlreiche Konzerte gespielt hat. Nach Abitur und Zivildienst begann er 2006 ein Studium der freien Kunst/ Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Er nahm an zahlrechen studentischen und freien Ausstellungsprojekten teil, veröffentlichte in einschlägigen Zeitschriften und Publikationen und führte nebenher seine Arbeit an Text und Musik ungebrochen fort. Er absolvierte während des Studiums mehrere Auslandsaufenthalte, unter anderem in Italien und China, wo er auch produzierte und ausstellte. Im Sommer 2012 erwarb er sein Diplom und wurde im Jahr darauf Meisterschüler bei Prof. Else Gabriel. Auf verschiedenen Lesebühnen und Festivals trug und trägt er seine Texte vor. Neben regelmäßigen Ausstellungen seiner bildnerischen Arbeiten ist für Anfang 2014 das Erscheinen des dritten Dry Mention-Albums geplant. Blanko Fiktschen wurde 1981 in Berlin-West geboren. Er hat einen universitären Abschluss in romanischer und amerikanischer Linguistik und findet es besonders erforschenswert, wie Emotionalität in Sprache kodiert wird. Ihn interessieren soziale Kommunikation, digitale und klassische Medien und Musik. Er ist Mitbegründer des musikalischen Projekts Die Gefundenen Fressen, bei dem er Stimme und Text einbringt. Neben zahlreichen Live-Auftritten gewann dieses den Emergenza-Contest 2008 in Berlin und veröffentlichte 3 Studio-Alben. Sein künstlerisches Interesse galt stets Sprachen und Ausdrucksformen in Kombination mit sozialen Kontexten. So leitete er Beatbox-Workshops und begann im Jahr 2010 mit der regelmäßigen Lesereihe DICHTER & DICHTER vs. Borderlines im Salon zur Wilden Renate in Berlin (neben diversen Autoren großer Tageszeitungen u. a. zu Gast: Titanic Magazin, Christiane Rösinger). Er bestritt Auftritte als Gastautor beim Berlin Festival 2012&2013, den Surfpoeten und beim Katersalon im Katerholzig. Mit dem Projekt die “Die Guten Abendschule” verbindet er seit 2013 Perfromance, Literatur und Spielshow zu einer fingierten Unterrichtsstunde. Er liebt es, mit Sprache zu spielen und findet, man soll sie nicht verhauen, sondern verschlagen können. Momentan ist er als selbstständiger Werbetexter und Online-Redakteur tätig.

Nächste Lesung

Nach einem wüsten Sommer voller Festivals und Fischbrötchen kehrt die Reisweinbar zum Easy Lesening auf ihren Stammplatz im Humboldthain Club zurück. In Sitzung 17 gibt es frische Unterhaltungsliteratur und frischen Fisch beim Angelquiz. Zu Gast bei dieser Ausgabe ist Autor, Cartoon-Produzent und Philosoph Willy Kramer.

Autor: Felix Bellermann

Mehr Infos im Blog der Reisweinbar

Nächster Termin: 4. September, jeden ersten Donnerstag im Monat, 21.00 Uhr, Eintritt 5 Euro

HUMBOLDTHAIN Club

Hochstr. 46, Gesundbrunnen


Categories: Music, World

“Die Reisweinbar”: Easy Lesening im Humboldthain Club…

Wed, 2014-08-27 06:28

Thomas Korn & Blanko Fiktschen bringen seit Anfang 2012 mit ihrem Format DIE REISWEINBAR – Easy Lesening lebendige Kurz-Literatur und Sprachspiel auf die Bühne – und zwar fernab von Slam-Gewinn-System oder spröder Mineralwasser-Lesung. Jede Sitzung enthält neue, erzählte Erheiterungen aus der eigenen Feder. Ob Affenanwalt, Obst-Epos oder einer fiktiven Geschichte des Spankings – alles ist möglich in der Reisweinbar.

Außerdem winkt das berüchtigte Angelquiz mit wertvollen Sachpreisen. Beide Autoren fanden jeweils durch die Musik zum geschriebenen Wort: Korn als Sänger der Prenzlberger Deutschrocker DRY MENTION, Fiktschen als Stimme der Post-NDW-Banger von Die Gefundenen Fressen. Fiktschen hielt mit dem Projekt Dichter & Dichter vs. Borderlines von 2010 bis 2013 bereits eine regelmäßige Club-Lesung im Salon zur Wilden Renate. DIE REISWEINBAR ist eine Veranstaltung, die Leute zum Lachen und zusammen bringt – so wie jede Bar irgendwie. Mit eben diesem Motiv starteten Korn & Fiktschen 2012 als Kneipenlesung im Milinski im Berliner Prenzlauer Berg. Seit Sommer 2013 sitzt das EASY LESENING-Duo auf dem Mainfloor des Humboldthain Clubs in Berlin-Wedding. Die Reisweinbar tagt jeden ersten Donnerstag im Monat mit stets neuen Texten, Angelquiz und spannenden Gästen aus dem Kulturbetrieb. Zu diesen zählten bislang unter anderem OL-Cartoon oder Leo Fischer vom Titanic Magazin.

Wer steckt dahinter?

Thomas Korn wurde 1981 in Berlin-Ost geboren. Er betätigte sich seit frühester Kindheit gestalterisch-kreativ und begann ab dem 15. Lebensjahr in verschiedenen Bands und Musikprojekten Gitarre zu spielen zu singen und zu texten. Seit 2006 ist er Frontmann der Gruppe Dry Mention, die in vielen bekannten Berliner Klubs zahlreiche Konzerte gespielt hat. Nach Abitur und Zivildienst begann er 2006 ein Studium der freien Kunst/ Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Er nahm an zahlrechen studentischen und freien Ausstellungsprojekten teil, veröffentlichte in einschlägigen Zeitschriften und Publikationen und führte nebenher seine Arbeit an Text und Musik ungebrochen fort. Er absolvierte während des Studiums mehrere Auslandsaufenthalte, unter anderem in Italien und China, wo er auch produzierte und ausstellte. Im Sommer 2012 erwarb er sein Diplom und wurde im Jahr darauf Meisterschüler bei Prof. Else Gabriel. Auf verschiedenen Lesebühnen und Festivals trug und trägt er seine Texte vor. Neben regelmäßigen Ausstellungen seiner bildnerischen Arbeiten ist für Anfang 2014 das Erscheinen des dritten Dry Mention-Albums geplant. Blanko Fiktschen wurde 1981 in Berlin-West geboren. Er hat einen universitären Abschluss in romanischer und amerikanischer Linguistik und findet es besonders erforschenswert, wie Emotionalität in Sprache kodiert wird. Ihn interessieren soziale Kommunikation, digitale und klassische Medien und Musik. Er ist Mitbegründer des musikalischen Projekts Die Gefundenen Fressen, bei dem er Stimme und Text einbringt. Neben zahlreichen Live-Auftritten gewann dieses den Emergenza-Contest 2008 in Berlin und veröffentlichte 3 Studio-Alben. Sein künstlerisches Interesse galt stets Sprachen und Ausdrucksformen in Kombination mit sozialen Kontexten. So leitete er Beatbox-Workshops und begann im Jahr 2010 mit der regelmäßigen Lesereihe DICHTER & DICHTER vs. Borderlines im Salon zur Wilden Renate in Berlin (neben diversen Autoren großer Tageszeitungen u. a. zu Gast: Titanic Magazin, Christiane Rösinger). Er bestritt Auftritte als Gastautor beim Berlin Festival 2012&2013, den Surfpoeten und beim Katersalon im Katerholzig. Mit dem Projekt die “Die Guten Abendschule” verbindet er seit 2013 Perfromance, Literatur und Spielshow zu einer fingierten Unterrichtsstunde. Er liebt es, mit Sprache zu spielen und findet, man soll sie nicht verhauen, sondern verschlagen können. Momentan ist er als selbstständiger Werbetexter und Online-Redakteur tätig.

Nächste Lesung

Nach einem wüsten Sommer voller Festivals und Fischbrötchen kehrt die Reisweinbar zum Easy Lesening auf ihren Stammplatz im Humboldthain Club zurück. In Sitzung 17 gibt es frische Unterhaltungsliteratur und frischen Fisch beim Angelquiz. Zu Gast bei dieser Ausgabe ist Autor, Cartoon-Produzent und Philosoph Willy Kramer.

Autor: Felix Bellermann

Mehr Infos im Blog der Reisweinbar

Nächster Termin: 4. September, jeden ersten Donnerstag im Monat, 21.00 Uhr, Eintritt 5 Euro

HUMBOLDTHAIN Club

Hochstr. 46, Gesundbrunnen


Categories: Music, World

“Die Reisweinbar”: Easy Lesening im Humboldthain Club…

Wed, 2014-08-27 06:28

Thomas Korn & Blanko Fiktschen bringen seit Anfang 2012 mit ihrem Format DIE REISWEINBAR – Easy Lesening lebendige Kurz-Literatur und Sprachspiel auf die Bühne – und zwar fernab von Slam-Gewinn-System oder spröder Mineralwasser-Lesung. Jede Sitzung enthält neue, erzählte Erheiterungen aus der eigenen Feder. Ob Affenanwalt, Obst-Epos oder einer fiktiven Geschichte des Spankings – alles ist möglich in der Reisweinbar.

Außerdem winkt das berüchtigte Angelquiz mit wertvollen Sachpreisen. Beide Autoren fanden jeweils durch die Musik zum geschriebenen Wort: Korn als Sänger der Prenzlberger Deutschrocker DRY MENTION, Fiktschen als Stimme der Post-NDW-Banger von Die Gefundenen Fressen. Fiktschen hielt mit dem Projekt Dichter & Dichter vs. Borderlines von 2010 bis 2013 bereits eine regelmäßige Club-Lesung im Salon zur Wilden Renate. DIE REISWEINBAR ist eine Veranstaltung, die Leute zum Lachen und zusammen bringt – so wie jede Bar irgendwie. Mit eben diesem Motiv starteten Korn & Fiktschen 2012 als Kneipenlesung im Milinski im Berliner Prenzlauer Berg. Seit Sommer 2013 sitzt das EASY LESENING-Duo auf dem Mainfloor des Humboldthain Clubs in Berlin-Wedding. Die Reisweinbar tagt jeden ersten Donnerstag im Monat mit stets neuen Texten, Angelquiz und spannenden Gästen aus dem Kulturbetrieb. Zu diesen zählten bislang unter anderem OL-Cartoon oder Leo Fischer vom Titanic Magazin.

Wer steckt dahinter?

Thomas Korn wurde 1981 in Berlin-Ost geboren. Er betätigte sich seit frühester Kindheit gestalterisch-kreativ und begann ab dem 15. Lebensjahr in verschiedenen Bands und Musikprojekten Gitarre zu spielen zu singen und zu texten. Seit 2006 ist er Frontmann der Gruppe Dry Mention, die in vielen bekannten Berliner Klubs zahlreiche Konzerte gespielt hat. Nach Abitur und Zivildienst begann er 2006 ein Studium der freien Kunst/ Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Er nahm an zahlrechen studentischen und freien Ausstellungsprojekten teil, veröffentlichte in einschlägigen Zeitschriften und Publikationen und führte nebenher seine Arbeit an Text und Musik ungebrochen fort. Er absolvierte während des Studiums mehrere Auslandsaufenthalte, unter anderem in Italien und China, wo er auch produzierte und ausstellte. Im Sommer 2012 erwarb er sein Diplom und wurde im Jahr darauf Meisterschüler bei Prof. Else Gabriel. Auf verschiedenen Lesebühnen und Festivals trug und trägt er seine Texte vor. Neben regelmäßigen Ausstellungen seiner bildnerischen Arbeiten ist für Anfang 2014 das Erscheinen des dritten Dry Mention-Albums geplant. Blanko Fiktschen wurde 1981 in Berlin-West geboren. Er hat einen universitären Abschluss in romanischer und amerikanischer Linguistik und findet es besonders erforschenswert, wie Emotionalität in Sprache kodiert wird. Ihn interessieren soziale Kommunikation, digitale und klassische Medien und Musik. Er ist Mitbegründer des musikalischen Projekts Die Gefundenen Fressen, bei dem er Stimme und Text einbringt. Neben zahlreichen Live-Auftritten gewann dieses den Emergenza-Contest 2008 in Berlin und veröffentlichte 3 Studio-Alben. Sein künstlerisches Interesse galt stets Sprachen und Ausdrucksformen in Kombination mit sozialen Kontexten. So leitete er Beatbox-Workshops und begann im Jahr 2010 mit der regelmäßigen Lesereihe DICHTER & DICHTER vs. Borderlines im Salon zur Wilden Renate in Berlin (neben diversen Autoren großer Tageszeitungen u. a. zu Gast: Titanic Magazin, Christiane Rösinger). Er bestritt Auftritte als Gastautor beim Berlin Festival 2012&2013, den Surfpoeten und beim Katersalon im Katerholzig. Mit dem Projekt die “Die Guten Abendschule” verbindet er seit 2013 Perfromance, Literatur und Spielshow zu einer fingierten Unterrichtsstunde. Er liebt es, mit Sprache zu spielen und findet, man soll sie nicht verhauen, sondern verschlagen können. Momentan ist er als selbstständiger Werbetexter und Online-Redakteur tätig.

Nächste Lesung

Nach einem wüsten Sommer voller Festivals und Fischbrötchen kehrt die Reisweinbar zum Easy Lesening auf ihren Stammplatz im Humboldthain Club zurück. In Sitzung 17 gibt es frische Unterhaltungsliteratur und frischen Fisch beim Angelquiz. Zu Gast bei dieser Ausgabe ist Autor, Cartoon-Produzent und Philosoph Willy Kramer.

Autor: Felix Bellermann

Mehr Infos im Blog der Reisweinbar

Nächster Termin: 4. September, jeden ersten Donnerstag im Monat, 21.00 Uhr, Eintritt 5 Euro

HUMBOLDTHAIN Club

Hochstr. 46, Gesundbrunnen


Categories: Music, World

“Coffee Circle”: Äthiopische Kaffeebohnen aus dem Wedding

Tue, 2014-08-26 08:32
Vor kurzem ist das junge Berliner Unternehmen Coffee Circle von Kreuzberg in den Wedding gezogen. Dort hat es nun mehr Platz für den eigenen Kaffee, den es direkt aus Äthiopien importiert und in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreibt. Auch die eigene Rösterei soll im Gewerbehof in Bahnhofsnähe bald Platz finden. Einkaufsleiter Hannes Fendrich, der auch deutscher ‘Brühmeister’ ist, hat uns in den neuen Räumlichkeiten herumgeführt.

Foto: N. Triantafillou/QIEZ.de

Ein Hinterhof in der Lindower Straße 18, die parallel zum S-Bahnhof Wedding verläuft: Hier ist die neue Heimat des vor dreieinhalb Jahren gegründeten Kaffee-Anbieters. Als wir zum Besuch eintreffen, ertönt gerade ein Aufruf des Muezzins der benachbarten Moschee. Den hipperen Standort hatte Coffee Circle am Schlesischen Tor, doch im Wedding stehen dem von fast ausschließlich jungen Leuten geführten Unternehmen größere Räume zu günstigeren Konditionen zur Verfügung. Und da das Interesse an erlesenem Kaffee und dessen bestmöglicher Zubereitung nicht nur in Berlin steigt, scheint die flächenmäßige Expansion Sinn zu machen.

Hannes Fendrich, der uns zum Rundgang begrüßt, ist während des Studiums in Köln in die Kaffee-Szene geraten. “Ich habe festgestellt, was für eine Wissenschaft dahintersteckt”, erzählt der geprüfte Barista, der bei Coffee Circle unter anderem für die Auswahl der Bohnen und die Betreuung der belieferten Cafés zuständig ist. Im letzten Jahr hat er den “Brewers Cup”, die deutsche Meisterschaft im Kaffeebrühen, gewonnen und danach bei der WM in Rimini immerhin den 20. Platz belegt.

So gelingt der Kaffee

Natürlich rät Fendrich zu frisch gemahlenem Kaffee. Eine halbe Stunde nach dem Mahlen seien bereits 50 Prozent der Aromen verschwunden, erklärt er. Wenn man das Pulver lagern wolle, dann am besten dunkel, etwa in einer Schublade, und nicht im Kühlschrank – wegen den Fremdgerüchen. Einfrieren sei ebenfalls eine Möglichkeit. Dann kommt Fendrich zur Zubereitung: “Gefiltertes Wasser lässt die Aromen besser durch. Ansonsten schmeckt der Kaffee schnell mal überdeckt”, empfiehlt der Experte. Dass es zur Not auch mit normalem Leitungswasser geht, beweist der spätere Geschmackstest, denn noch fehlt selbst Coffee Circle ein Wasserfilter in der eigenen Küche.

Fendrich brüht den Kaffee in einem gläsernen Filtersystem namens Chemex, das zunächst vorgespült wird. Der Tipp des Barista zur idealen Pulvermenge gilt übrigens für alle Sorten: rund 60 Gramm pro Liter. Zunächst gießt Fendrich nur so viel heißes Wasser ein, dass das Pulver knapp bedeckt ist. Nach dem ersten ‘Befeuchten’ gibt er mehrmals so viel hinzu, dass der Pegel ein bis zwei Zentimeter über dem Kaffee steht. Der Geschmack gibt ihm Recht. Es verwundert nicht, dass der Barista beim Trinken auf Milch und Zucker verzichtet. Eine klare Meinung hat Fendrich auch zur neu entwickelten ‘All-inclusive-Kaffeemaschine’ eines Berliner Unternehmens, die nicht nur Mahlen und Brühen, sondern auch das Rösten der Bohnen in einem Vorgang erledigt. Kaffee sollte nach der Röstung entgasen und daher fünf bis sieben Tage ruhen, sagt er – sonst seien Säure und Bitterkeit zu dominant. Fair gehandelt, nicht ganz billig

Beim Rundgang durch die Büro- und Lagerräume von Coffee Circle erklärt Fendrich das Geschäftsmodell des Unternehmens. Der Kaffee kam bisher ausschließlich aus Äthiopien – künftig soll es auf Kundenwunsch hin auch Mischungen geben. Die Gründer haben bei den Verträgen mit den Bauern großen Wert auf Fairness gelegt. Außerdem geht von jedem verkauften Produkt ein Euro an soziale Projekte in dem ostafrikanischen Land. Der Kunde kann online mitbestimmen, welches Projekt er unterstützen will. Coffee Circle bietet gemahlenen und nicht gemahlenen Kaffee sowie selbstverständlich Espresso an. Dazu kommen inzwischen auch Kapseln und Zubehör. Die hohe Qualität der Arabica-Sorten hat allerdings ihren Preis: Ab 8,90 Euro für eine 350-Gramm-Packung ist man dabei.

 

Kontakt mit dem Wedding gesucht

In Berlin gehören 10 bis 15 Cafés zu den Coffee Circle-Abnehmern, vor allem in Kreuzberg, Mitte und Prenzlauer Berg. Die rund 20 Mitarbeiter im Großraumbüro auf der Weddinger Fabriketage hoffen, dass bald auch Partner aus ihrem neuen Kiez hinzukommen. Immerhin holen Vertreter des Nachbarschaftsgartens Himmelbeet bereits Kaffeepulver als Dünger ab. Und beim Kunst-Event “Diorama” am 14. September in den Höfen der Gerichtstr. 23 (PANKE) ist Coffee Circle mit einer Espresso-Bar vertreten. Noch wirkt das trendige Start-up im Wedding wie ein Ufo, doch haben die hiesigen Kaffeegenießer einen unschlagbaren Vorteil: nach Vorbestellung können sie ihren Kaffee mit unterschiedlichsten Sorten in der Lindower Straße 18 selbst abholen, so dass die Versandkosten entfallen. Wenn dann in Kürze auch noch die Rösterei im Hinterhof eröffnet wird, ist das Unternehmen dann auch ganz in unserem Stadtteil angekommen…

Die Produkte von Coffee Circle gibt es in den Filialen von LPG und künftig bei Kaiser’s zu kaufen. Weitere Infos auf der Webseite (Online-Shop) des Unternehmens.

Autor: Nikolaus Triantafillou, QIEZ.de, Joachim Faust; Fotos: Coffee Circle

Ein Beitrag unseres Kooperationspartners QIEZ.de

Coffee Circle

Lindower Str. 18, 13347 Berlin-Wedding

Tel. 030 3982 1383


Categories: Music, World

Erster Schultag in der Quinoa-Schule

Mon, 2014-08-25 06:00

Schulleiter Christian Schwenke im neuen Klassenraum. Schwenke hat seinen Job an einer Weddinger Schule gekündigt, um Quinoa mit aufzubauen.

Kein Tag wie jeder andere: Um 8 Uhr hat für 24 junge Weddinger der Unterricht in einer neuen und sehr besonderen Schule begonnen. Die Siebtklässler sind die ersten Schüler in der neuen Quinoa-Schule, die ihren Betrieb im zweiten Obergeschoss in der Osloer Straße 25/26 aufgenommen hat.

Unter dem Dach der Montessori Stiftung Berlin und mit Unterstützung vieler Partner wollen die Gründer mit ihrem beispiellosen Konzept einen Impuls in der Weddinger Bildungslandschaft geben und haben ihre Schule ganz bewusst im Soldiner Kiez, einem so genannten Brennpunktkiez eröffnet. Im Umfeld der neuen Schule gibt es viel Zuspruch, aber auch kritische Stimmen.

Stefan Döring ist einer der beiden Gründer der Schule. Er umreißt die Grundidee der Schulgründung: „Wir wollen die Bildungslandschaft im Wedding gestalten. Die Aufgabe ist es, das Netz so zu knüpfen, dass kein Kind verloren geht“. Das Nachdenken über die praktische Umsetzung führte die Gründer zu einem ehrgeizigen Ziel: Alle Schüler sollen vier Jahre nach Abschluss der 10. Klasse eine Ausbildung beendet oder das Abitur geschafft haben. Als zentral empfinden Döring und Mitgründerin Fiona Brunk den Glauben an das Potenzial jedes einzelnen Kindes. Unerträglich findet Weddingerin Fiona Brunk es, dass im Stadtteil die Hälfte der Kinder die Schule ohne Abschluss verlässt und dass auch die, die einen Abschluss bekommen, kaum berufliche Perspektiven haben. Genau das soll die Quinoa-Sekundarschule ändern.

Praktisches Lernen und eine Enge Begleitung für Weddinger Kinder

Einen Schwerpunkt setzt die Schule mit dem Interkulturellen Unterricht. Im Rahmen dieses Faches sollen die Kinder nicht nur gute deutsche Sprachkenntnisse erlangen und Englisch sprechen, sie sollen auch ihre Familiensprache lernen. Das Fach Zukunft dient der Berufsorientierung. Er bringt die Schüler in jede Woche in einen anderen Betrieb und hilft ihnen, einen passenden Beruf zu finden. Alle Unterrichtsstunden sollen stets mindestens zwei Lehrer betreuen. Ein Mal pro Woche nimmt sich zudem ein Tutor in einem Einzelgespräch Zeit für jeden der 24 Schüler; auch nach den vier Jahren Schulausbildung an der Sekundarschule soll der Tutor die Schüler begleiten.

Schullleiter Christian Schwenke (mitte) mit den beiden Gründern und Geschäftsführern der Schule, Fiona Brunk und Stefan Döring.

Das Team der Quinoa-Schule sucht den Kontakt Schulen und Einrichtungen im Wedding. Trotzdem gibt es kritische Stimmen. Sie befürchten vor allem, dass es sich bei der freien Schule um eine elitäre Einrichtung handele, die nicht in den Soldiner Kiez passe. Das Team um Fiona Brunk und Stefan Döring hofft, dass sich herumspricht, dass hier jeder eine gute Bildung und individuelle Betreuung erhalten kann, unabhängig von der Höhe des Familieneinkommens. Denn obwohl es sich um eine Privatschule handelt, ist der Schulbesuch für Hartz IV-Empfänger, Bafög-Empfänger, Wohngeldempfänger, Aufstocker und Asylbewerber bis auf das Essensgeld in Höhe von 30 Euro monatlich kostenlos. Für die Finanzierung der Stipendien sorgt vor allem die Vodafone Stiftung, aber auch andere Förderer und Paten.

“Unsere Mischung bildet den Wedding ab”

Von den 24 Schülern, die heute ihren ersten Tag an der Schule haben, müssen 21 kein Schulgeld bezahlen, drei bezahlen einen kleinen Betrag. „Ganz viele sprechen eine andere Familiensprache. Nur sechs Schüler sprechen zuhause deutsch“, sagt Döring. „Unsere Mischung bildet den Wedding ab“, sagt Stefan Döring. Um langfristig Stipendien anbieten zu können, kümmert sich das Quinoa-Team ganzjährig darum, weitere Förderer zu finden. „Das ist eine ganz große Aufgabe“, sagt Stefan Döring. Eine Patenschaft für einen Schüler über die kompletten vier Jahre kostet 24.000 Euro.

Im Moment sind es nicht die Finanzen oder die Umsetzung des ambitionierten Konzeptes, die dem Quinoa-Team Sorgen machen. Stefan Döring: „Die Räume hier können wir für ein Jahr nutzen. Eine Verlängerung ist nicht möglich“. Die Schule möchte gern in das leer stehende Schulgebäude in der Gotenburger Straße, das sich in Sichtweite zum jetzigen Standort befindet, einziehen und dauerhaft im Soldiner Kiez bleiben. Der Bezirk will das Gebäude jedoch an den Liegenschaftsfonds des Landes Berlin abgeben. Ob die Quinoa-Schule zum Zuge kommen kann, ist ungeklärt. „Ob wir in die Gotenburger Straße können ist vor allem eine politische Entscheidung. Wir brauchen jetzt die Unterstützung des Senates“, sagt Stefan Döring.

Infos: www.quinoa-bildung.de

Text und Fotos: Dominique Hensel


Categories: Music, World

Das Geheimnis vom Hakiki Döner

Sun, 2014-08-24 08:00

 

Meine Frage um die ständige Menschenschlange vor der orangefarbenen Hakiki-Dönerbude am U-Bahnhof Osloer Straße wurde endlich beantwortet.

Auf dem Heimweg von der Weddingweiser-Redaktionssitzung sehe ich sie wieder, wie immer, die lange Menschenschlange vor der Dönerbude an der Osloer. Was ist an Hakiki so besonders, dass hier am Donnerstagabend gegen 21 Uhr lauter Dönerhungrige geduldig anstehen? Sie könnten es schneller haben und gegenüber bei Kaplan zuschlagen. Aber ich sehe sie immer nur hier anstehen, die Hungrigen vor Hakiki.

Foto: S. Orsenne

Der lang gefasste Plan, dem Dönergeheimnis auf die Spur zu gehen, wird nun endlich in die Tat umgesetzt. Geduldig stelle also auch ich mich an und rechne mit einer Wartezeit von 30 Minuten. Ein Blick auf die Karte verspricht nichts Besonderes: Neben den normalen Dönergerichten gibt es auch Hähnchenschnitzel, Salate und Chicken Nuggets mit Pommes, alles zu günstigen Preisen. Der normale Döner im Brot mit Salat und Sauce kostet 2,80. Ich vertreibe mir die Wartezeit und frage zwei Jungs gleich vorn an der Schlange (meine Begleitung hält derweil die Stellung), ob sie hier öfter herkämen. Bingo, ich bin gleich auf Stammkunden  gestoßen, die mehrmals die Woche hier essen. Und die verraten mir auch gleich das Hakiki-Geheimnis: Der Erfolg liege am guten, saftigen Fleisch. „Woanders wird 1 kg Dönerfleisch für 8 Euro eingekauft“, erzählt mir Erdemo. „Aber hier wird locker 12 Euro für das Kilo investiert. Den Döner musst du probieren“. Klar, das habe ich vor und  mache kehrt, um mich nun hochmotiviert eine halbe Stunde für meinen ersten Hakiki-Döner mit gutem Fleisch anzustellen. Plötzlich ruft mir Erdemo hinterher, was ich denn nun essen wolle. Er stehe doch schon ganz vorn an der Schlange und könne doch gleich für mich mitbestellen. Auf türkisch wird nun also mein stinknormaler Döner ohne Zwiebeln mit Kräutersauce bestellt.

Hakiki in der Müllerstraße Ecke Antonstraße

Mein persönliches Fazit: Das Fleisch ist wirklich gut, sehr saftig, der Salat ist knackig und frisch und die Sauce gut, nach Hakiki Geheimrezept. Punktabzug gibt’s fürs altbekannte Industriebrot, das nicht selbst gemacht ist. Aber da bin ich wohl zu sehr vom Sofra-Grill verwöhnt. Danke Erdemo, ich bin wieder um eine gute Dönererfahrung reicher, ganz ohne Wartezeit.

Öffnungszeiten: 9:30 Uhr bis ca. 02:00 Uhr

Hakiki ist übrigens türkisch für das Echte, das Wahre und gibt’s auch in der Müllerstraße 24 und im Prenzlauer Berg.

Hier gibt’s sogar die Hakiki Döner Hymne!


Categories: Music, World

Sprach- und Lesewoche im Wedding: Wörter, Texte und Autoren

Sat, 2014-08-23 07:00

Auch in diesem Jahr wird in der Gleim-Oase in der Gleimstraße wieder vorgelesen.

Diesen Herbst wird der Wedding wieder zur Lesebühne. Zum dritten Mal lädt die in Gründung befindliche Bürgerstiftung Wedding zu einer Woche der Sprache und des Lesens ein. Der Auftakt findet am 20. September um 20 Uhr im Centre Francais in der Müllerstraße mit Texten und Musik aus dem Wedding statt. Bis zum 27. September werden insgesamt 20 Veranstaltungen überall im Stadtteil stattfinden. Am 21. September laden die Weddingweiser-Autoren zu einer Lesung ein.

„Die Veranstaltungen verteilen sich bunt über den Wedding“, sagt Daniel Gollasch. Er organisiert die Lesewoche zusammen mit Brauseboy Frank Sorge. Im vergangenen Jahr waren die meisten Veranstaltungen im Brunnenviertel und im Soldiner Kiez. Doch nicht nur das ist in diesem Jahr anders. Denn während die Woche der Sprache und des Lesens 2013 von dem Quartiersmanagements der beiden Kieze gefördert wurde, gibt es in diesem Jahr keine finanzielle Unterstützung.

Lesewoche 2013: Eine literarische Führung im Soldiner Kiez.

„Uns liegt die Sprachwoche am Herzen und uns liegt der Wedding am Herzen. Wir wollten die Sprachwoche nicht sterben lassen“, sagt Daniel Gollasch. Deshalb wird die das Event in diesem Jahr komplett ohne Budget und ehrenamtlich organisiert. „Es wird eben eine kleinere Version“, sagt Daniel Gollasch. Statt des gebundenen Programmheftes wird es Flyer und Plakate geben. „Ich freue mich, dass wir in diesem Jahr den Weddingweiser als Medienpartner gewonnen haben“, sagt Gollasch. Das Online-Portal aus und über den Wedding unterstützt die Lesewoche mit einem eigenen Bereich auf dem Blog und regelmäßigen Ankündigungen der jeweils bevorstehenden Veranstaltungen.

20 Veranstaltungen überall in Wedding und Gesundbrunnen

Geplant sind Veranstaltungen im „Kamine und Wein“ in der Prinzenallee, im „Mueslicorn & Candy“ in der Oudenarder Straße, rund um den Leopoldplatz und in der Bibliothek am Luisenbad. Zwei Lesungen sollen direkt unter dem Weddinger Himmel stattfinden: im Gemeinschaftsgarten Himmelbeet und auch wieder auf der Verkehrsinsel Gleim-Oase. „Zum großen Teil lesen Autoren aus ihren eigenen Büchern vor. Aber es lesen auch Kinder für Kinder. Es ist ein buntes Programm mit qualitativ hochwertigen Veranstaltungen“, sagt Gollasch. Besonders freut er sich über die Teilnahme des Deutschsprachigen Islamkreises. Am 27. September findet eine Lesung mit muslimischen Schriftstellerinnen statt. Außerdem wird es eine Führung in der Deutschen Islam Bibliothek in der Drontheimer Straße geben.

Am 21. September werden die Weddingweiser-Autoren einen Leseabend im Mastul in der Liebenwalder Straße gestalten. Mehr dazu verrät die Redaktion aber erst kurz vor der Veranstaltung.

Die Bürgerstiftung Wedding hat 2012 zum ersten Mal eine Woche der Sprache und des Lesens im Wedding organisiert. Die Idee dazu stammt aus Neukölln. Dort wird die Veranstaltung seit 2006 vom Verein „Aufbruch Neukölln“ koordiniert und fand zuletzt 2012 berlinweit statt. Weitere Informationen zur Woche der Sprache und des Lesens im Wedding gibt Daniel Gollasch per E-Mail unter daniel.gollasch@buergerstiftung-wedding.de.

Text und Fotos: Dominique Hensel


Categories: Music, World

Die Kolumne: Knete und Knigge

Sat, 2014-08-23 06:00

Bibliothek am Luisenbad (Quelle: panke.info)

Es gibt immer was zu kämpfen im Wedding. Das Gute ist, dass meist für etwas gerungen wird. Für mehr Geld in Sachen Bildung, für eine saubere Panke und – ja – jetzt auch für besseres Benehmen. Initiiert vom Verein Mitspielgelegenheit, haben sich Kinder und Jugendliche aus dem Soldiner Kiez in dem Fotografie- und Theaterprojekt “Alles Knigge, oder was?” mit dem Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster Kulturen, Religionen und Lebensauffassungen auseinandergesetzt. Das Ergebnis ist vom 25. August an in der Stadtteilbibliothek am Luisenbad zu sehen. Mit seinen Projekten versucht der Verein, Kinder aus sozial schwächeren Kiezen zu stärken. Das ist löblich! Allerdings: Gutes Benehmen – das ist klar – hat nichts mit dem Kontostand zu tun.

Autor: Ulf Teichert

Die Kolumne erscheint ebenfalls Samstag in der Weddinger Ausgabe des Berliner Abendblatts.

 


Categories: Music, World

Weddinger Wundertüte, die zweite…

Fri, 2014-08-22 05:37

Wer den Weddingweiser regelmäßig verfolgt, wird wissen, dass sich hinter Weddinger Fassaden viele Geschäftsideen, Manufakturen und oftmals unerwartete Aktivitäten verbergen. Im Laufe der Zeit haben unsere Leserinnen und Leser zahlreiche Berichte über die kreativen, innovativen “Macher” aus dem Wedding und Gesundbrunnen lesen können, die mit dem Klischee des grauen und stillosen Arbeiterbezirks gehörig aufräumen. Schon im vergangenen Oktober haben sich einige dieser Künstler, Designer und Unternehmer zu einem gemeinsamen Aktionstag zusammengeschlossen und im wahrsten Sinne des Wortes eine “Wundertüte” mit Flyern und Postkarten ihrer Produkte verschenkt. In diesem Jahr wird die Idee weiter ausgebaut – gleich 28 Manufakturen, Cafés und Bars beteiligen sich diesmal. Ein ganzes Wochenende lang, vom Freitagabend, 5. September bis Sonntagabend, 7. September können neugierige Wedding-Entdecker in den beteiligten Läden ein spezielles Veranstaltungsprogramm genießen, die handgemachten Produkte erleben und sich auf kleine Überraschungen freuen.

Kleben und sich überraschen lassen

Das Prinzip Wundertüte – dass man vorher nicht weiß, was einen erwartet – haben die teilnehmenden Unternehmer damit sozusagen auf den ganzen Ortsteil übertragen. Nur an diesem einen Wochenende haben viele Geschäfte, die sonst sehr unterschiedliche Besuchszeiten haben, im Rahmen des aufeinander abgestimmten Veranstaltungsprogramms geöffnet. Es lässt sich also mit ein wenig Planung eine ganze Wundertüten-Tour organisieren. Und damit es sich auch lohnt, möglichst viele der kreativen Weddinger Orte zu kennenzulernen oder vielleicht sogar wiederzuentdecken, können die Besucher bei jedem Wundertüten-Teilnehmer Klebepunkte sammeln. Beim Erhalt des fünften Punkts erhält der fleißige Sammler ein ganz besonderes Geschenk: wie sollte es anders sein, natürlich eine gut gefüllte Wundertüte…

Das Programm des Wundertüten-Wochenendes 5.-7. September

Die Nummern beziehen sich auf den Plan im Wundertüten-Flyer

Flop Bar

Fr/Sa ab 17 Uhr Live Musik (Open Stage-Jam Session).

EISCAFÉ KIBO

Sa 17 Uhr „Wie das Leben so spielt” heiter-ironische Lesung der Schauspielerin Brigitte Rubach.

So 16 Uhr „Schweigt stille, plaudert nicht” von Johann Sebastian Bach, Livekonzert präsentiert von Thorsten Hansen (Cembalo) und anderen (Besetzung: Tenor, Bass, Sopran und ein Instrumentalensemble).

Mabellevie

Sa ab 18:30 Uhr Eröffnung des Laden- und Atelierraumes. Ab 20 Uhr Konzert.

montagehalle-berlin mit Klünck

Sa/So 12-18 Uhr HALALI in der montagehalle-berlin.

Vagabund Brauerei

Sa ab 19 Uhr Live-Musik & Grill.

6 colorblind patterns mit Nana Malik & Schwarze Johannisbeere

Offen: Sa 14-20, So 12-19 Uhr.

7 position.fotografie

Fr 19 Uhr Vernissage zu „black is back“ – Arbeiten aus dem analog SW-Labor. Sa & So 14-17 Uhr Beratung zu allen Fragen der Fotografie. Wundertüten-Special: Fotowettbewerb, dessen Ergebnisse im Nov./Dez. in einer Ausstellung gezeigt werden.

8 Reppin – Dein Landwirt

Sa 9-14 Uhr. Frische Eier und Kartoffeln.

9 esthetiko – der vintage shop mit Urmurks

Sa/So 12-18 Uhr. esthetiko und urmurks präsentieren den ‘relaxed upcycled vintage-retro-remix’.

10 Leevenstein

Sa 12-22, So 12-18 Uhr. Jeweils 15 Uhr Vorführung Punzieren; Musik: Djs Lady Nico & J-L Cravallo mit Rhythm’n Blues, Soul & mehr, Sailor Jerry Drinks.

11 Rebel Room

Sa 15-18 Uhr zu jeder Burgerbestellung gibt es eine Portion Süßkartoffelchips mit Dip gratis dazu.

12 Ricci-Art

Sa 12-20, So 12-18 Uhr. Ausstellung unbearbeiteter Fotos Weddinger Blüten, die zur Ruhe und Besinnung einladen. Der Künstler ist anwesend.

13 la bobine

Fr 12-18:30, Sa 11-15, So 15-18 Uhr. Wundersame & wunderbare Kleinigkeiten aus Wolle & Stoff! Ideen, Tricks & Anleitungen (auch zur Resteverwertung)… Kinder sind herzlich willkommen mitzumachen!

14 TassenKuchen

Sa 10:30-19 Uhr „Dreh Dich glücklich am TassenKuchen-Glücksrad“

15 Mueslicorn & Candy

Sa 13-20 & So 13-19 Uhr. Perlerie Sauvage: D.I.Y. Schmuckbasteln! Halsketten, Freundschafts-/ Armbänder & Ohrringe.
Sa & So 15-19 Uhr. Essen Reisen Leben.
Feines Olivenöl aus der Toskana.

16 himmelbeet-Garten

Sa 15-18 Uhr. Gartenführung: aus verschiedensten Kräutern könnt ihr eine eigene Teemischung erstellen und mit nach Hause nehmen. Außerdem Grundlagen & Methoden der Saatgutrückgewinnung kennenlernen.

17 Tigelleria

Fr 18-22 Uhr Konzertabend mit Jacques Villeneuve / Giacomo Villanova / Johannes Neustadt. Italienische Musik in der Tigelleria!

18 Moritz Bar

Fr/Sa/So ab 19:00 Uhr “¡POP UP!” musikalische, künstlerische und kulinarische Überraschungen.

19 eBoy | QuickHoney | Peekasso

Sa 12-18, So 12-18 Uhr. Poster, T-shirts, Puzzles,
Toys, Sticker, Bücher

20 Stattbad Wedding

Sa 13-19 Uhr COLLECTION Urban Art Ausstellung;
16-18 Uhr Terrassen Warm-Up; Abends: Stattnacht Vol.03

21 Oh! Calcutta

Party >>>> !!! lazer !!! pewpewpew <<<< VOL. 2
mit DJ Scheib + special guest + pauken + trompeten

22 ETIB / Victoria Pawlik

Sa 15-19, So 15-18 Uhr. ‘Electronic & Textile Institute’ zeigt seine gehackten Strickmaschinen. Ihr könnt kostenlos euren Kiez stricken und mit nach Hause nehmen oder als Kleidungsstück/Accessoire in Auftrag geben. Wer zuerst kommt, strickt zuerst!

23 ‘handgewebt in berlin’ Dagmar Rehse & Stickerei Gudrun Haggenmüller

Sa 12-22; So 12-19 Uhr Offenes Atelier, Vorführung am Web­stuhl, Namen sticken auf Mitgebrachtes (z.B. T-Shirt/Tasche/Handtuch).

 


Categories: Music, World

Bau Stück Wedding: eine Spielwiese für alle Einwohner

Wed, 2014-08-20 05:00

Ein nicht-profitorientierter und ein nicht-elitärer Kulturort für den Wedding? Die Idee war zwar schon geboren, aber Kajetan Skurski hatte keine Ahnung, ob sie genügend Mitstreiter mobilisiert. „Ich wollte ausprobieren, ob jemand kommt, ob sich überhaupt jemand dafür interessiert und ob der Ort funktioniert.“ Er funktioniert. Nach der Generalprobe am 9. August mit 200 Mithelferinnen und Mithelfern können der 23-jährige Wahl-Weddinger und sein Projektteam hochzufrieden sein.

Kajetan Skurski möchte mit seinem Projekt „Bau Stück Wedding“ zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Nämlich ein Vorhaben starten, das die unterschiedlichsten Kiez-Bewohner auf einer Bühne im öffentlichen Raum zusammenbringt. Und zugleich den Stadtbewohnern eine vernachlässigte Grünfläche mitten im Wedding wieder zurückgeben.

Seit wir das erste Mal darüber berichtet haben, ist viel passiert – vor allem gibt es eine geeignete Fläche für das Projekt. Dass die Grünfläche am Mettmannplatz neben den Bahnbrücken über die Tegeler Straße ansehnlich war, würden selbst unverbesserliche Optimisten nicht behaupten können. Das Bezirksamt Berlin-Mitte stellte sich dem Vorschlag, den verwilderten Park neben der Baustelle der S 21 von Bürgern nutzen zu lassen, nicht entgegen. Der Aufruf, den Spielplatz zu entrümpeln, war prompt ein voller Erfolg: „Es ist nicht selbstverständlich, dass Leute sich die gesamte Woche von morgens bis abends Zeit nehmen, um eine verwahrloste Müllhalde umzugestalten. Das war der Anfang!“. Die Initiatoren des Bau Stücks um Kajetan Skurski waren begeistert. Die erste Veranstaltung, die Generalprobe, zog ebenfalls ein breites Spektrum an Stadtbewohnern an. „Egal ob die Pfandflaschensammlerin, die ihr ganzes Leben lang im Wedding wohnt oder der spanische Auslandsstudent, der gerade Berlin erkundet, die Resonanz war positiv“, sagt der Student der Angewandten Theaterwissenschaften. Doch damit eines klar ist – mit „Hochkultur“ à la Staatstheater soll das Weddinger Kiezprojekt nicht viel zu tun haben: „”Ich wollte raus aus dem Theater, rein in den öffentlichen Raum und etwas machen, das ohne Eintritt funktioniert und für alle offen ist“, erklärt Kajetan Skurski.

Gemeinschaftsaktionen am Mettmannplatz

In welche Richtung das Bau Stück gehen könnte, wurde bei der Generalprobe dann schon erlebbar: die vielen Zuschauern bekamen Live-Musik zu hören, und der Weddinger Lesebühnenautor Holger Haak gab ein paar Stücke zum Besten. Kajetan Skurski ist dankbar für die große Unterstützung, die er bei der Umsetzung seiner Idee bis jetzt erlebt hat: “Die Aufräumaktion und die Vorbereitung dafür hätte ich niemals alleine geschafft – dafür ist gute Kommunikation untereinander und ein engagiertes, ehrgeiziges Team erforderlich.” Zum Kulturfestival Wedding Moabit am 12. September soll nun der offizielle Start auf dem Mettmannplatz gefeiert werden. An diesem Tag möchte das Projektteam auch bekanntgeben, welche Hilfe noch konkret gebraucht wird, damit die Bühne den Weddingern ab Oktober zur Verfügung steht – als dauerhafte “Spielwiese” für den ganzen Ortsteil.

Geld benötigt – und weiterhin engagierte Anwohner

Um’s liebe Geld geht es bei einem Projekt dieser Größenordnung natürlich auch. Materialien für den Bau wie Holz, Schrauben, Werkzeuge wollen bezahlt werden. Die Conrad-Stiftung möchte das Bau Stück teilweise unterstützen. Aber auch eine Crowdfunding-Kampagne, die bis zum 7. September noch unter www.startnext.de/bau-stueck läuft, soll 5000 Euro erbringen. Ein Viertel hat das Bau Stück-Team jetzt schon gesammelt. „Wir sind dabei auf jede Unterstützung angewiesen – das müssen nicht gleich 100 Euro sein“, sagt Kajetan Skurski. Er hofft nicht nur auf Geldgeber, sondern auch ganz einfach auf Anwohner, die sich später selbst um die Freiluft-Kiezbühne kümmern werden, verantwortungsvoll damit umgehen, hingehen und Spaß haben – ohne um Erlaubnis zu bitten.

Fotos: Christoph Nolte

Mehr Infos zu den Vorbereitungstreffen auf facebook.com/baustueckwedding

 

 


Categories: Music, World

Stammtisch nach Sommerpause

Tue, 2014-08-19 09:44
An diesem Donnerstag, den 21.08., findet um 18 Uhr in der Galerie des Mastul in der Liebenwalder Str. 33 wieder der Stammtisch des Weddingweisers statt!

Ihr habt in den Ferien beschlossen, endlich mal eure kreative Schreibader anzuzapfen?Vielleicht spielt ihr mit dem Gedanken, rasender Reporter für das Kulturfestival Wedding/Moabit zu werden! Oder hat euch der Urlaub neuen Tatendrang beschert, endlich mal eure Ideen für Veranstaltungen, Workshops oder Projekte im Wedding umzusetzen? Wenn ihr den Weddingweiser unterstützen möchtet, kommt am Donnerstag um 18 Uhr ins Mastul!

Die Redaktion freut sich auf euch!


Categories: Music, World

Kein Geld für Nachhilfe in Gesundbrunnen

Tue, 2014-08-19 06:00

Eine Lehramtsstudentin (rechts) hilft im Medienhof einem Schüler beim Lernen. Foto: Medienhof Wedding

Zweiundzwanzig freie Träger und Projekte aus dem Wedding haben einen Offenen Brief an die Senatsverwaltung für Bildung gerichtet. Darin beklagen sie den schlechten Leistungsstand vieler Schüler im Bezirk und die fehlende Finanzierung außerschulischer Bildungs- und Sprachförderangebote. Initiator des Briefes ist Herbert Weber vom Medienhof Wedding im Soldiner Kiez. 

„Im Wedding gibt es die geringste Dichte von Nachhilfeangeboten in Berlin, aber den höchsten Bedarf. Die Eltern können sich private Nachhilfe nicht leisten“, sagt der Medienhof-Chef. Wie viele Angebote dieser Art steht auch der Medienhof Wedding auf wackeligen finanziellen Beinen. In den ersten Jahren wurde das Projekt, das im außerschulischen Bereich regelmäßig von 70 Kindern genutzt wird, vom Quartiersmanagement Soldiner Straße gefördert. Danach konnte die Stiftung Deutsche Klassenlotterie als großer Partner gewonnen werden. Diese Förderung endet nach mehrfacher Verlängerung jedoch im kommenden Sommer. Wie es weitergehen soll, weiß Weber nicht.

Herbert Weber am Eingan des Medienhofes in der Prinzenallee. Foto: Hensel

In dem Offenen Brief fordern die Unterzeichner ein Programm, das außerschulische, individuelle Bildungs- und Sprachförderung in Brennpunktkiezen dauerhaft ermöglicht. „Die Gelder aus der City-Tax für Berlin-Mitte oder die Mittel aus dem aktuellen Bildungspaket des Bundes könnten der Bildung im Wedding zugute kommen“, heißt es in dem Brief. Darüber hinaus fordert das Schreiben, dass gemeinsam mit dem Bund die Ausführungsrichtlinien für das Bildungs- und Teilhabepaket vereinfacht werden. Weil die so kompliziert seien und deshalb nicht abgerufen werden würden, hätte des Land Berlin bisher 20 Millionen Euro aus dem Paket an den Bund zurückgegeben.

Herbert Weber und sein Team arbeiten engagiert für bessere Bildungschancen der Kinder im Wedding. Die Angebote richten sich an bildungsmotivierte Kinder, die überwiegend in Familien mit türkischem und arabischem Hintergrund leben. Seit 2006 gibt es den Medienhof Wedding, der in der Prinzenallee kostenlose außerschulische Angebote macht und zusätzlich 50 Lehramtsstudenten regelmäßig in sechs Partnerschulen im Gesundbrunnen schickt. Herbert Weber selbst arbeitet 26 Stunden in der Woche. „Für unsere Arbeit brauchen wir 130.000 Euro im Jahr“, sagt er.

„Wir sind ja nicht die einzigen, es geht allen Anbietern von außerschulischer Nachhilfe so. Es muss sich endlich etwas ändern oder nächstes Jahr ist hier Schluss“, sagt der Medienhof-Leiter.

Medienhof Wedding, Prinzenallee 25-26, http://www.medienhof-wedding.de

Text: Dominique Hensel


Categories: Music, World